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Kampagne „Eine Million Unterschriften“

Kampagne „Eine Million Unterschriften“


Ein großer Erfolg für die Frauenaktivisten im Iran





 

Am Sonntag, den 31. August 2008, fand ein Treffen von Aktivistinnen der „Frauenbewegung im Iran“ mit einigen Abgeordneten des iranischen

Parlaments statt. Ein Vertreter des Parlaments unterrichtete  die Aktivistinnen  von der Zurückstellung der Gesetzesvorlage zum Familienrecht und teilte weiterhin mit, dass aktuell keine weitere Entscheidung  darüber getroffen würde.

 
+ نوشته شده در  Wed 3 Sep 2008ساعت 19:23  توسط فاطمه بهادری  | 


Schirin Ebadi: Die iranischen Frauenbewegung ist die stärksten Frauenbewegung im Nahen Osten





Nach der Freilassung von Mahbubeh Karami hatte Schirin Ebadi Gelegenheit, ein Gespräch mit ihr zu führen.

 

Nachher äußerte sie sich dahingehend, dass die iranischen Frauenbewegung Ihrer Ansicht nach keinen Führer habe und überall dort lebendig sei. wo an die Gleichberechtigung geglaubt werde. Sie betonte dabei den Vorteil dieser „Führerlosigkeit“, denn bei der Verhaftung oder Beseitigung eines Führers, würde die Bewegung geschwächt oder zerfiele gar. Die iranische Frauenbewegung jedoch könne nicht gestoppt werden, weil sie von der Aktivität eines jeden Mitglieds abhänge, ohne einen eigentlichen Führer zu benötigen.

Für sie, Schirin Ebadi; sei die iranische Frauenbewegung die stärkste Frauenbewegung im Nahen Osten. In keinem anderen Land, sei es Irak, Afghanistan, Saudi-Arabien, Pakistan, Kuwait  könne sie eine so aktive Bewegung wie die iranische Frauenbewegung finden. Dazu gratuliere sie allen,  besonders denjenigen, die sich für die Kampagne „ Eine Million Unterschriften“ einsetzten

 
+ نوشته شده در  Wed 3 Sep 2008ساعت 9:45  توسط فاطمه بهادری  | 

In der Reihe

 

Begegnung mit irannischer Kultur

 

Liest die im Exil lebende iranische Schriftstellerin

Mahshid Amirshahi aus ihren Werken

 


 

داستان خوانی مهشید امیرشاهی درمونستر

 

Zeit: 20. September 2008 um 19 Uhr

Ort: Aula der ESG

Breul 43

48143 Münster

Eintritt frei

 

Veranstalter:

 

Iranischer Kulturverein und Kulturamt der Stadt Münster

+ نوشته شده در  Wed 3 Sep 2008ساعت 9:31  توسط فاطمه بهادری  | 



Die Beschneidung der Frau in Kudistan geht es weiter

Von: Bahram Heydari[1]

 

 

Trotz internationaler Proteste gegen die Beschneidung der Frau unternehmen die Organe der Regierung der Islamischen Republik nichts, um sie zu verhindern.

Fuad, ein Aktivist der Frauenrechte ist in einer der Städte Kurdistan. Er bemüht sich, mit Hilfe seiner Freunde in einer nicht staatlichen Organisation gegen die verbreitete Sitte der Frauenbeschneidung zu kämpfen. Er meint, für den Kampf benötige man viel Kraft; man erreiche aber nicht viel.

Eines der Hindernisse – so Fuad – ist das rigorose Vorgehen der Sicherheitsorgane. Er sagt: „jede Aktivität, von welcher Gruppe sie sein mag, wird von den Sicherheitsorganen streng beobachtet. Gegen die Bewegungen, die in Tehran als normal angesehen werden, geht man hier hart vor.



                                                                


 



Hinweisend auf die langfristigen Verhaftungen der Menschen, die als Aktivisten für gesellschaftliche Verbesserungen bekannt waren, berichtet Fuad über seine wiederholten gerichtlichen Ladungen sowie Vorladungen seiner Freunde. Er verweist auf die Inhaftierung von Hiwa Butimar, Aktivistin für Umweltschutz, Adnan Hosseinpour, Menschenrechtler, Ronak Saffarzadeh und Hana Abdi, Aktivisten für Frauenrechte. Sie sind unter schweren Vorwürfen verhaftet, in manchen Fällen zum Tode verurteilt und sitzen in den Gefängnissen.

Samira, eine der Mitglieder dieser nicht staatlichen Frauenrechts-organisation, die auch Vorladungen und kurze Verhaftungen seitens der Sicherheitsorgane erlebt hat, meint: „Allein deine Identität als Kurde macht dich aus der Sicht der Regierungsangestellten der Islamischen Republik schuldig, insbesondere wenn du noch für die Gesellschaft aktiv sein möchtest.“

Zu den Gründen, die die Durchführung der Aktivitäten dieser nicht staatlichen Organisation erschweren, gehören – so Fuad - das Desinteresse der kurdischen Frauen aufgrund der herrschenden kulturellen Strukturen in Kurdistan, schwache Informationskanäle und Mangel an Verbindungen mit Organisationen für Frauenrechte und Menschenrechtsbewegungen sowie die Gleichgültigkeit der Aktivisten für Frauenbewegungen in der Hauptstadt  bezüglich der spezifischen Frauenprobleme in anderen Regionen.

Trotz allem konnten die Mitglieder dieser Organisation wenigsten durch die Nachforschungen in einigen Gebieten Kurdistans gute Informationen über die Verbreitung und die Gründe der Frauenbeschneidung bekommen.

Samira, die die meisten Arbeiten bei den Nachforschungen geleistet hat, sagt: „Da wir selber zu diesem Kulturkreis gehören und in Kurdistan leben, wussten wir schon, dass die Frauen beschnitten werden, wir konnten uns aber nicht vorstellen, dass die Beschneidung so verbreitet ist.“

Vor den Nachforschungen gingen diese Aktivisten – wie ein jeder - davon aus, dass die Bescheidung der Frau mit größter Wahrscheinlichkeit in Khuzistan und Luristan allgemein durchgeführt wird. Diese Vermutung hatte sich aber dann als falsch erwiesen, als Samira in der Schulklasse einer der umgebenden Dörfer von Bukan herausfand, dass von den 18 Schülerinnen der Klasse nur eine einzige nicht beschnitten war. Später stellte sich heraus, dass diese Schülerin aus einer zugezogenen Familie stammt.

Samira sagt, dass dieser Statistik noch eine Anzahl von unbekannten Fällen hinzuzufügen ist; viele Mädchen dürfen die Schule nicht besuchen, wo die Statistik hergestellt worden ist.  

Die Nachforschungen zeigen, dass die Beschneidung der Mädchen insbesondere in den Gebieten von Uramanat üblich ist. Sie wird unter primitivsten medizinischen und hygienischen Gegebenheiten gemacht. Die dörflichen Hebammen führen die Beschneidungen oft ohne richtige Betäubungen und Desinfektionsmittel aus.

Fuad und Samira betonen, dass keine offizielle und zuverlässige Statistik zur Beschneidungen vorhanden ist. Solche Informationen werden als geheime Gesellschaftsprobleme verstanden.

Fuad sagt, dass die Beschneidung der Frau nach der traditionellen Überzeugung der Menschen dieser Regionen die Keuschheit und Sittlichkeit der Frau sichert.

Shahla, Frauenärztin und Aktivistin für Frauenrechte, meint: „Die alten Sagen über die Vorteile der Beschneidung der Männer und Frauen werden lediglich als Vorwand zur Fortsetzung dieser inhumanen Sitte in Iran benutzt.

Sie sagt: „Es ist klar geworden, dass die Beschneidung der Frau sie für Infektions- und Geschlechtskrankheiten anfällig macht und zur Störung des Hormonensystems führt. Sicherlich bleiben die beschnittenen Frauen des Sexualgenusses für immer entbehrt. Das sind die verheerenden Ergebnisse der Beschneidung.“


[1] http://www.shahrzadnews.com//article.php5?id=997
+ نوشته شده در  Mon 1 Sep 2008ساعت 18:41  توسط فاطمه بهادری  |